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Dies könnte Ihr Weg sein
Beispiele einiger Mitarbeiter unserer KooperationsgemeinschaftAnhand von Beispielen einiger Mitarbeiter unserer Kooperationsgemeinschaft können Sie sehen, wie auch Ihr Weg aussehen könnte ...
Am Beispiel eines meiner ersten Mitarbeiter, der nun auch schon etwa 3 Jahre innerhalb der Kooperationsgemeinschaft tätig ist, können Sie diesen Weg einmal betrachten. Es könnte auch Ihr Weg sein.
Er hatte einen Handwerksberuf erlernt und kam mit dem Wunsch, etwas Neues zu lernen. Er wollte für seine Tätigkeit kein Geld, er wollte Wissen. Versorgt war er durch Leistungen des Arbeitsamtes. Also begann er mit mir gemeinsam ein kleines Ladengeschäft zu führen. Wir unterhielten uns viel miteinander, und er tauchte in eine für ihn ganz neue Welt ein. Auf seinen Wunsch hin konnte er alle Seminare besuchen, die wir anboten. Vieles war so ganz anders, als es für ihn gewohnt war, aber es fühlte sich gut für ihn an, und er lernte viele Probleme zu lösen.
Nach einer Weile bekam er vom Arbeitsamt nur noch ALG II-Leistungen. Da er inzwischen schon viel gelernt hatte und mittlerweile so weit war, manches Mal auch ganz selbständig arbeiten zu können, bekam er einfach das als Lohn, was er sich selbst wünschte. Wenn er Fragen hatte, konnte er immer zu mir kommen.
Ein Jahr war vergangen. Er wurde immer selbständiger. Ich mußte kaum noch aushelfen. So war meine Kraft frei, neue Dinge zu tun.
Als das Arbeitsamt dann anfing, ihm Maßnahmen zu verordnen und er diese ablehnte, kürzten sie sein Geld. So trat er mit dem Anliegen an mich heran, ob er auf Grund dieser Tatsache seinen Lohn neu festlegen könne. Ich willigte ein und er bestimmte seinen Lohn neu. Ich war einverstanden mit seinem Wunsch.
Eine Weile verging und das Arbeitsamt kürzte weiter. Auch wir veränderten daraufhin unsere Vereinbarung.
Schließlich bekam er so viel Vertrauen in seine Leistungen, daß er sich entschloß, auf alle Leistungen, die er vom Staat erhielt, zu verzichten. Sein Wissen und seine Leistungen erlaubten es auch, ihm seinen Lohnwunsch zu erfüllen. Als etwas über 2 Jahre vergangen waren, bot ich ihm an, daß er seinen eigenen, voll fertig eingerichteten Laden erhalten würde und diesen eigenverantwortlich führen könne. Das wiederum traute er sich noch nicht zu. Es erschien ihm zu viel Verantwortung. So behielt jemand anderes die Verantwortung, aber er führte den Laden so, als ob es sein eigener wäre. Nachdem er etwa ein dreiviertel Jahr so gehandelt hatte, faßte er Mut und begann seinen Fähigkeiten zu vertrauen und meldete somit seinen eigenen Laden an.
Heute arbeitet er kaum noch in seinem Laden. Er gibt sein Wissen an andere weiter, so wie ich mein Wissen und Können an ihn weitergegeben habe. Er begibt sich in neue und für ihn interessante Bereiche. Dazu zählen Ladenbau, Wareneinkauf, Führen von neuen Mitarbeitern und ihre psychologische Betreuung und Schulung, Er möchte nun ein neues Geschäft in einer anderen Stadt eröffnen und außer der Beschaffung der geeigneten Räumlichkeiten alles selbst machen. Vom Ladenbau, der Organisation aller benötigten Mitarbeiter, dem Wareneinkauf, der Einrichtung, Warenpräsentation und Dekoration, alles möchte er gern allein bewerkstelligen.
Ich freue mich über so viel Engagement. Er weiß, daß er Fehler machen kann. Aber da er immer noch auf meine Erfahrungen und meinen Rat zurückgreifen kann, ist er sich ganz sicher, daß nichts schief gehen kann. Was aus ihm wird, weiß er auch schon. Er wird einmal die Anleitung und Organisation in allen Läden übernehmen. Dazu zählt auch der Wareneinkauf für alle Geschäfte innerhalb der Kooperationsgemeinschaft, die Betreuung und Schulung der Mitarbeiter, sowie die weitere Expansion in neue Städte. Später dann möchte er sich um den Import innerhalb unserer Entwicklungshilfeprojekte kümmern, und andere Menschen anlernen, das zu tun, was er jetzt tut. So wird seine Kraft frei, um in neue Bereiche des Lernens vorzudringen, Neues zu entdecken und sich noch mehr zu erweitern.
Ich könnte noch viele solcher und ähnlicher Beispiele anführen. Hier nur einige wenige:
Martin reichte im Jahr 2010 seinen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung ein, der Ende März anerkannt wurde. Seit April 2010 ist er bei uns tätig, kümmert sich um die Elektik und das Voranschreiten der Öffentlichkeitsarbeit in unserem TV- Studio.
Hannes gestaltet Flyer, Plakate und Internetseiten. Er verwaltet die Kooperationskasse und hat am Design des ENGEL-Gelds mitgewirkt.
Kim kümmert sich um die NeuDeutsche Gesundheitskasse, nachdem sie lange im Laden Engelswelten gearbeitet hat.
Jeder tut, was er kann und liebt und was zu tun nötig ist. Jeder arbeitet an seiner Persönlichkeit, jeder bildet sich weiter, alle gewinnen durch ihre Zusammenarbeit.
Dadurch können alle ihre Arbeitszeiten selbst bestimmen, ihre freien Tage selbst festlegen und die Häufigkeit und auch die Länge des Urlaubs gemeinsam mit den anderen Mitarbeitern selbst planen. So wird der Beruf zur Berufung, macht Freude und ermöglicht Wachstum.